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FAKTEN
DAS SOLLTEN SIE WISSEN

1. Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen, zu jeder Zeit. Der Betroffene wird sofort bewusstlos und atmet nicht mehr normal oder gar nicht mehr.
2. Wenn nach einem Herzstillstand nicht innerhalb von 5 Minuten einfache Maßnahmen – vor allem die Herzdruckmassage – durchgeführt werden, dann ist ein Überleben unwahrscheinlich.
3. Der Rettungsdienst kann fast nie innerhalb von 5 Minuten nach dem Herzstillstand direkt beim Betroffenen sein.
4. Mit einfachsten Wiederbelebungsmaßnahmen (Herzdruckmassage: 100 x pro Minute) durch Anwesende wird die Überlebens-wahrscheinlichkeit verdreifacht!
Nur Sie können jetzt Leben retten!
5. Auf 100.000 Einwohner kommen jedes Jahr rund 50 – 80 Fälle eines Herzstillstands,  die im Reanimationsregister aufgenommen werden: Das sind rund 40.000 –  64.000 Menschen pro Jahr. Etwa 10 – 20 Prozent der Patienten können  wieder aus der Klinik entlassen werden. Einen entscheidenden Vorteil  stellt hierbei das optimale Ineinandergreifen der gesamten Rettungskette  dar. Die sogenannte Laienreanimation durch nicht professionelle Helfer,  stellt dabei das erste Glied dieser Rettungskette dar. Erfahrungen aus  anderen Ländern zeigen, dass durch eine optimale Laienreanimation die Überlebensrate bei Reanimationen verdoppelt bis verdreifacht  werden kann. Damit könnten mehr Menschen in Deutschland zusätzlich  überleben, als wir in Deutschland Verkehrstote im Jahr verzeichnen.
6. Ein AED (automatisierter externer Defibrillator) kann Leben retten  und die Anwendung ist ganz einfach! Ein AED ist ein Gerät, das an  vielen öffentlichen Orten und Gebäuden verfügbar ist und wie ein  Feuerlöscher an einer Wand hängt. Das Gerät hilft Ihnen bei der  Anwendung und ermöglicht bei Bedarf die Abgabe eines lebensrettenden  Elektroschocks auf das Herz.
7. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mindestens einmal in Ihrem Leben in die  Situation kommen, die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einem Menschen  durch diese einfachen Maßnahmen zu vervielfachen, ist sehr hoch. Die  Wahrscheinlichkeit, dass Sie dann diesen Menschen gut kennen auch … es  könnten Ihre Eltern sein, Ihr Lebenspartner, Ihr Kind, ein Freund oder  Verwandter.
8. Wenn Sie in Mund-zu-Mund-Beatmung ausgebildet sind,  wenden Sie dieses Verfahren zusätzlich zur Herzdruckmassage im  Verhältnis 30 Herzdruckmassagen zu 2 Beatmungen an. Wenn nicht,  konzentrieren Sie sich auf die Herzdruckmassage. Damit ist schon viel  gewonnen!
9. Sie können nichts falsch machen! Sie können und dürfen  Herzdruckmassage durchführen und einen AED anwenden – auch wenn Sie dies  nie oder lange nicht mehr geübt haben, es könnte lebensentscheidend  sein.


Endlich Klarheit!  Die häufigsten Fragen

Ist eine Mund-zu-Mund-Beatmung notwendig?
Die Mund-zu-Mund-Beatmung ist nicht die entscheidende Maßnahme bei Menschen mit plötzlichem Herzstillstand. Lebensrettend ist die ist die Herzdruckmassage. Wenn Sie in Mund-zu-Mund-Beatmung ausgebildet sind, dann tun Sie es - zur Erinnerung: 30mal drücken und danach zweimal beatmen. Wenn nicht, konzentrieren Sie sich auf die Herzdruckmassage. Damit ist schon viel gewonnen!

Ist bei einem Herzstillstand die stabile Seitenlage wichtig?
Nein, denn der Betroffene kann auf diese Weise weder beatmet werden, noch kann der Ersthelfer ihn wiederbeleben. Der Ersthelfer sollte bei einem Herzstillstand gleich mit der Herzdruckmassage beginnen.

Kann ich rechtlich belangt werden, wenn ich etwas falsch mache?
Sie können nichts falsch machen! Jede Hilfe ist erste Hilfe. Sie können und dürfen Herzdruckmassage durchführen und einen Defibrillator anwenden. Auch wenn Sie dies nie oder lange nicht mehr geübt haben, es könnte lebensentscheidend sein.

Wo und wie schnell muss ich bei der Herzdruckmassage drücken?
Drücken Sie fest in der Mitte des Brustkorbs mindestens 100 Mal pro Minute, das entspricht einem Disco-Beat. Denken Sie also an einen Song, wie z. B. „Stayin` Alive“ von den BeeGees oder „Rock Your Body“ von Justin Timberlake. Sie haben den Rhythmus einer Herzdruckmassage. Wechseln Sie sich mit anderen Ersthelfern ab.

Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung von: https://www.einlebenretten.de






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